Wenn es um eine erfolgreiche Internationalisierung Ihres Unternehmens geht, sind Marktstudien und Prozessoptimierungen natürlich relevant, doch nicht nur. Mindestens genauso wichtig sind professionelle Übersetzungen Ihres Contents. Denn die Online-Inhalte müssen an die Bedürfnisse der potenziellen Kunden angepasst werden. 

Ein Teil der optimalen Internationalisierungsstrategie ist die internationale Suchmaschinenoptimierung. Content muss kommunizieren und emotionalisieren – und vor allem gefunden werden. Doch wie gelingt das am Besten? Lesen Sie hier unsere 5 Tipps für eine erfolgreiche internationale SE-Optimierung:


1. Die Auswahl eines passenden Domain-Konzepts

Eine absolute Basis-Entscheidung für eine international suchmaschinenoptimierte Website ist die passende Domain. Hierfür stehen drei Konzepte zur Auswahl, die auch gut miteinander kombiniert werden können: Die country code Top Level Domain (ccTLDs), Subdomains sowie Verzeichnisse.

Die bekannteste und geläufigste Variante ist die country code Top Level Domain (ccTLDs) oder auch einfach: Länderdomain, z.B. https://eurotext.de/ oder https://eurotext-ecommerce.com/. Sie vermittelt Websitebesuchern, Interessenten sowie Kunden Vertrautheit und Seriosität.

Bei dem Konzept der Subdomains verteilt sich die Linkstärke auf die einzelnen Subdomains. Sie profitieren zunächst jedoch von der Hauptdomain. Ein Beispiel hierfür ist die Seite en.meinsuperonlineshop.de. Allerdings ist ein Nachteil, dass sich Aktivitäten für die Hauptdomain nicht auf die Subdomains auswirken und sie allgemein weniger Trust besitzen.

Ein Grund für die Benutzung von Verzeichnissen (meinsuperonlineshop.de/en/) ist das Erbe der Hauptdomain. Unterverzeichnisse haben einen Vorteil durch die Maßnahmen an der Hauptdomain, genauso wie andersherum. Allerdings wird durch die einzelnen Länder-Verzeichnisse weniger Relevanz transportiert.


2. Vermeiden vom Duplicate Content 

Ein maßgeblicher Bestandteil der internationalen SE-Optimierung ist das hreflang-Attribut. Wenn gleicher Content in verschiedenen Sprachversionen auf unterschiedlichen URLs existiert, kommt es zum Einsatz dieses Attributs. Es unterbindet die Klassifizierung identischer Texte als Duplicate Content. Dazu signalisiert es Google die jeweils länderrelevanten Websites. Mithilfe von hreflang kann Google die geographische Ausrichtung einer Website darstellen, internationale Seiten identifizieren und den Teil der Website filtern, der entsprechend für das jeweilige Land bestimmt ist.


3. Liebe fürs Detail

Der Aufbau einer Website oder eines Onlineshops bedeutet viel Arbeit. Angefangen bei der Idee über die technische Umsetzung bis hin zu den finalen Produktbeschreibungen. Dazu gehören Geduld genauso wie Mühe. Content Marketing und Content Management sind aufwendig, wenn sie richtig gemacht werden. Diese Liebe zum Detail sollte jedoch nicht bei der Content-Produktion enden, sondern im Falle der Internationalisierung genauso bei der Übersetzung weitergeführt werden. Die Qualität einer Übersetzung genauso wie die technische, an Ländergewohnheiten angepasste Umsetzung einer Website sind entscheidend, um international erfolgreich zu sein.


4. Content an das Zielland anpassen

Guter Content für das eine Land und die eine Zielgruppe ist im Nachbarland möglicherweise schon nicht mehr passend und gut. Aufwendig produzierte Inhalte werden zwar häufig – und im besten Fall natürlich auch – korrekt und fehlerfrei übersetzt. Doch das reicht nicht immer aus. Eine „korrekte” Übersetzung allein entspricht nicht unbedingt den Ansprüchen eines Landes. Wirklich gute Übersetzungen müssen sich vom Zielland und dessen Kultur leiten lassen. Das gilt übrigens auch für Maß- oder Währungseinheiten, Klimazonen und sonstige Besonderheiten. US-Amerikaner verstehen unter “Pants” schließlich nicht das, was Briten darunter verstehen. Also müssen Übersetzungen um nationale Standards und lokale Beispiele ergänzt werden, um die gewünschten Botschaften zu transportieren, Sympathien zu wecken und für ein positives Markenimage zu sorgen.


5. Partner und Dienstleister mit ins Boot holen

Onlineshops sind komplexe Systeme, die Daten aus verschiedenen Quelle empfangen, verarbeiten und weitergeben. Diese Struktur aus Schnittstellen unterscheidet sich von Land zu Land  deutlich: Artikelfeeds, Marktplatzanbindungen, Suchmaschinenoptimierung, Zahlungsdienstleister, Versandintegration, Retourenmanagement, Lagerhaltung, Rechtstexte,  Steuer- und Zollsysteme etc. Das in das eigene System zu integrieren kann sehr aufwändig und teuer sein. Aber man muss ja nicht alles selbst neu erfinden, sondern kann auch mit Plugins und Softwarelösungen von erfahrenen Dienstleistern arbeiten. Egal um welche Systeme und Schnittstellen es sich handelt – für fast jeden Einsatzzweck gibt es Lösungen am Markt, die sich direkt einsetzen oder bei Bedarf an die eigenen Workflows anpassen lassen. Und wenn alles sauber und schnell funktioniert, hilft es sogar bei der Suchmaschinenplatzierung!

 

autor_eurotext_100Autor: Eurotext Redaktion

Wir erklären, wie Internationalisierung funktioniert, geben Tipps zu Übersetzungsprojekten und erläutern Technologien und Prozesse. Außerdem berichten wir über aktuelle E-Commerce-Entwicklungen und befassen uns mit Themen rund um Sprache.